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Die Chance der verschlafenen Immobilienbranche! ImmoAlpha Newsletter KW #37
Die Chance der verschlafenen Immobilienbranche! Zillow verlor 881,5 Millionen US-Dollar mit KI, wir zeigen dir, wie man es richtig macht.
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6. September 2026
Hey,
was heißt der Rückstand der deutschen Immobilienbranche bei der Digitalisierung konkret für dich, wenn du das nächste Objekt prüfst? Diese Woche schauen wir uns an, warum Estland dir dein Grundbuch schneller zeigt als Deutschland, wieso Zillow damit 881,5 Millionen US-Dollar verloren hat und was daraus für den Einsatz von KI bei ImmoAlpha folgt.
Kurz zusammengefasst: Deutschland hinkt anderen Ländern bei offenen Immobilien und Grundbuchdaten deutlich hinterher, und genau darin liegt die Chance für strukturierte Investoren. Danach weißt du:
Warum Estland, Schweden und selbst Österreich ihre Grundbuchdaten offener zugänglich machen als Deutschland, und was das für deinen Investmentprozess bedeutet.
Woran Zillow mit 881,5 Millionen US-Dollar Verlust gescheitert ist, weil KI allein über den Kauf entscheiden durfte, und welche Lehre daraus für den Einsatz von KI in der Objektprüfung folgt.
Wie ImmoAlpha Digitalisierung und KI so einsetzt, dass Geschwindigkeit entsteht, ohne dass der Mensch die letzte Entscheidung verliert.
Am Ende machst du außerdem den Selbsttest in fünf Stufen und weißt, auf welcher Stufe du mit deinem eigenen Investmentprozess gerade stehst, und was der nächste Schritt für dich wäre.
Julian, Mitgründer von ImmoAlpha
Recherchiert, damit du nicht raten musst.
Die „dornige Chance" in der deutschen Immobilienbranche!
Warum kann ich in anderen Ländern Immobilien- und Finanzdaten teilweise per Klick prüfen, während in Deutschland noch Fax und Papierakten zum Investmentprozess gehören?
Zunächst mal: Bausubstanz in Deutschland ist durch DIN-Normen und den Anspruch auf Langlebigkeit enorm stark im internationalen Vergleich. Aber man darf nicht die Augen vor der Realität verschließen, wenn es um die Daten hinter dieser Substanz geht.
Hier der Blick auf unsere Europäischen Kollegen.
In Großbritannien veröffentlicht das HM Land Registry mit den „Price Paid Data" jeden abgeschlossenen Immobilienverkauf in England und Wales als offenen, kostenlosen Datensatz, Kaufpreis, Adresse, Datum, ohne Antrag und ohne berechtigtes Interesse nachweisen zu müssen (Quelle: gov.uk, „Price Paid Data"). Estland geht noch weiter: Das E-Land Register (e-Kinnistusraamat) läuft komplett elektronisch über die staatliche Datenaustausch-Schicht X-Road, Eigentümer sehen ihre eigenen Einträge sofort online, Behörden und Notare tauschen sich in Echtzeit aus (Quelle: RIK.ee, „E-Land Register portal"; Interoperable Europe Portal, „Digital Land Register (KRIS)"). In Schweden führt die Kataster- und Vermessungsbehörde Lantmäteriet ein digitales Fastighetsregister, aus dem Privatpersonen und Unternehmen kostenlose Standardauszüge online bestellen können (Quelle: lantmateriet.se, „Order information from the property register"). In Finnland sind Kataster und Grundbuch seit 2019 zu einem gemeinsamen, elektronischen Register (Kiinteistötietojärjestelmä) verschmolzen, ein Auszug ist ein digitales Produkt, kein Behördengang (Quelle: e-Justice-Portal der EU, „Land registers in EU countries: Finland").
Selbst direkt um die Ecke zeigt Österreich deutlich mehr Offenheit: Über das zentrale Portal data.gv.at stellt die öffentliche Verwaltung strukturierte, maschinenlesbare Datensätze frei zur Verfügung, das elektronische Grundbuch selbst ist seit Jahren digitalisiert und lässt sich online abrufen (Quelle: data.gv.at; Digital Austria, „Open Government Data"). Deutschland kennt zwar auch das elektronische Grundbuch, aber der Zugang ist grundsätzlich anders geregelt: Nach § 12 der Grundbuchordnung darf nur Einsicht nehmen, wer ein berechtigtes Interesse darlegt, eine Hürde, die Käufer, Notare und Banken zwar meist überwinden, die aber jeden Massen- oder Vorab-Abgleich verhindert, wie ihn offene Register in UK oder Estland erlauben (Quelle: § 12 GBO, Gesetze-im-Internet.de). Der Bauantrag läuft vielerorts noch immer papierbasiert, eine bundesweite Digitalisierungspflicht existiert erst in Ansätzen.
Das ermöglicht diesen Ländern spürbare Vorteile, und zwar nicht nur für Behörden. Wenn Marktteilnehmer schneller sehen, wo Nachfrage auf Angebot trifft, wird Kapital schneller dorthin gelenkt, wo gebaut oder saniert werden sollte, das wirkt der Wohnungsknappheit entgegen, statt sie nur zu verwalten. Und jede Stunde, die ein Investor, eine Bank oder ein Bauamt nicht mit Papiersuche verbringt, ist eine Stunde, die in echte Wertschöpfung fließt, das ist der Produktivitätshebel, den offene Immobiliendaten volkswirtschaftlich haben, nicht nur individuell für den einzelnen Käufer.
Denn eins ist klar: KI kann nichts auswerten, was nirgends digital existiert.
Aber blind alles zu automatisieren kann auch gefährlich sein, wie das Beispiel von Zillow aus den USA zeigt (dazu gleich mehr). Genau das hat Zillow 2021 teuer gelernt, als der US-Portalriese Häuser weitgehend algorithmisch bewertete und ankaufte und dabei laut eigenem Konzernbericht 881,5 Millionen US-Dollar allein im Segment „Homes" für das Jahr 2021 verlor (Quelle: Zillow Group, Investor Relations, „Fourth-Quarter and Full-Year 2021 Financial Results"; bestätigt vom Wall Street Journal, „Zillow's Shuttered Home-Flipping Business Lost $881 Million in 2021"). Wieso es dazu kam und was wir daraus lernen können, dazu weiter unten mehr.
Wir haben uns die Frage gestellt: Wie müsste die Welt für Immobilien-Investoren idealerweise in 2030 aussehen?
Nach Charlie Munger hilft es meist, sich erstmal das Gegenteil vorzustellen und zu schauen, wie wir das vermeiden. So sieht die Welt aus, die wir nicht wollen:
Man arbeitet für die Daten, muss Papierkram vor dem Kauf zusammensuchen, startet bei jedem Objekt von null.
Wir warten weiter auf den Grundbuchauszug per Fax, der Bauantrag läuft auf Papier, und es gibt kein offen einsehbares Register.
Man kauft eine Blackbox: Der Verkäufer kennt den wahren Zustand des Objekts, der Käufer erfährt ihn erst nach der Beurkundung, wenn es zu spät ist.
Die Sanierung wird ungeplant angefangen: erst nach dem Kauf zeigt sich, welche Gewerke in welcher Reihenfolge nötig sind, mit allen Verzögerungen und Kostenüberraschungen, die das mit sich bringt.
Man wartet auf Rückmeldungen, die eigentlich in Sekunden vorliegen könnten: auf den Makler, der die Kontaktdaten erst raussuchen muss, auf die Hausverwaltung, die Unterlagen erst noch zusammenstellt, auf den Gutachter-Termin in sechs Wochen.
Bestandsobjekte sind unsortiert in Excel-Tabellen oder Leitz-Ordnern, sodass man bei jeder Frage minutenlang sucht.
Kommunikation mit Makler, Hausverwaltung und Mieter läuft über verstreute E-Mail-Verläufe und WhatsApp-Chats, ohne dass irgendwo nachvollziehbar ist, wer wann was zugesagt hat.
Kommunen mit den klassischen Beamten sehen neue Projekte als zusätzliche Arbeit und bremsen dadurch eher, als dass sie beschleunigen.
Daraus wird eines klar: Es muss auf mehreren Ebenen etwas passieren.
Kultureller Wandel im Staat: Ein Engpass ist menschlich, nämlich das Bauamt. Nicht mehr Bau-Regeln helfen hier, sondern Anreize in der Verwaltung, damit ein digitalisierter Vorgang für den Sachbearbeiter tatsächlich schneller ist als der alte Papierweg, und nicht nur eine zusätzliche Pflichtübung neben ihm.
Öffnung bei den Datenhaltern und Registern: Grundbuch, Kataster und Energieausweis müssten von geschütztem Behördenwissen zu offen abrufbaren Datensätzen werden, so wie es die Länder oben bereits zeigen.
Standards bei Maklern, Verwaltern und Gutachtern: Exposés, Protokolle und Gutachten bräuchten ein einheitliches, digitales Format, damit Daten nicht bei jedem Dienstleister neu erfasst werden müssen.
Disziplin beim Investor selbst: Objektauswahl, Datenordnung und Prüfung vor dem Kauf konsequent strukturiert statt aus dem Papierstapel heraus zu entscheiden, das ist der Hebel, den du ab heute in der eigenen Hand hast.
Die ersten drei Ebenen liegen größtenteils außerhalb dessen, was ein einzelner Investor beeinflussen kann, deshalb bleiben sie hier bewusst knapp skizziert. Den Schwerpunkt legen wir auf die vierte Ebene, denn das ist tatsächlich in deiner Hand: die eigene Objektauswahl, die eigene Datenordnung, die eigene Prüfung vor dem Kauf. Da man sich aber auf niemand verlassen sollte und pragmatisch im Hier und Jetzt zu leben der Schlüssel zum Erfolg ist, schauen wir uns noch schnell an, was man vermeiden sollte und wie es richtig geht.
Wie Zillow 881 Millionen mit falscher KI-Anwendung verloren hat
Zunächst mal: Digitalisierung ist nicht gleich KI.
Digitalisierung: Papierunterlagen werden digital verfügbar, Prozesse werden vernetzt.
Automatisierung: Wiederkehrende Aufgaben laufen ohne manuelle Bearbeitung ab.
KI: Systeme analysieren Inhalte, erkennen Muster und unterstützen Entscheidungen.
Auf der persönlichen oder Firmen-Ebene kann man genau so starten und zumindest sein Bestandsportfolio oder potenzielle Objekte systematisch erfassen.
Zillow ist das amerikanische Gegenstück zu ImmoScout oder Immowelt, mit einer Besonderheit: Ab 2018 kaufte Zillow über das eigene Programm „Zillow Offers" direkt Häuser von Privatverkäufern an, renovierte leicht und verkaufte sie weiter, ein Geschäftsmodell, das als „iBuying" bekannt ist (Quelle: CNN Business, „Zillow's home-buying debacle shows how hard it is to use AI to value real estate"). Kernstück der Kaufentscheidung war der „Zestimate", Zillows selbst entwickelter Bewertungsalgorithmus, der auf Basis von Millionen Vergleichsverkäufen einen Preis vorschlug (Quelle: ebd.).
Woran lag es? Laut Stanford Graduate School of Business lag der Denkfehler nicht im Modell selbst, sondern in seiner Anwendung: Algorithmen sind gut in kurzfristigen, feingranularen Vorhersagen, aber es gibt schlicht nicht genug Daten, damit ein Modell längere Boom- und Bust-Zyklen im Immobilienmarkt zuverlässig lernt. Wer täglich tausende Kaufangebote automatisch verschickt, muss nicht nur den heutigen Wert eines Hauses treffen, sondern den in drei bis sechs Monaten, und genau das ist das ungleich schwerere Problem (Quelle: Stanford GSB, „Flip Flop: Why Zillow's Algorithmic Home Buying Venture Imploded").
Das Problem war hier konkret: Zillow kaufte zwischen April 2018 und September 2021 rund 27.000 Häuser, verkaufte davon aber nur knapp 17.000 weiter, ein wachsender Lagerbestand an Häusern, deren Marktwert unter dem lag, was Zillow selbst dafür bezahlt hatte (Quelle: CNN Business, ebd.). Im dritten Quartal 2021 musste das Unternehmen deshalb 304 Millionen US-Dollar allein an Lagerbestand abschreiben (Quelle: CNN Business, ebd.). Zillows eigener Konzernbericht für das Gesamtjahr 2021 weist für das komplette „Homes"-Segment sogar einen operativen Verlust von 881,5 Millionen US-Dollar aus, ein Wert, den das Wall Street Journal in seiner Berichterstattung eigenständig bestätigt (Quelle: Zillow Group Investor Relations, „Fourth-Quarter and Full-Year 2021 Financial Results"; WSJ, „Zillow's Shuttered Home-Flipping Business Lost $881 Million in 2021"). CEO Rich Barton begründete die komplette Einstellung des Programms im November 2021 offen mit einer „Unvorhersehbarkeit bei der Preisprognose, die weit über das hinausging, was wir erwartet hatten" (Quelle: CNN Business, ebd., übersetzt).
Was sind die größten Fehler, alles mit einem einzigen Modell entscheiden zu wollen? Der Zestimate war als Orientierungshilfe für Endnutzer konzipiert und gut darin, einen groben Richtwert zu liefern. Zillow nutzte ihn aber als alleinige Grundlage für eine verbindliche Kaufentscheidung in großem Volumen, ohne den menschlichen Prüfschritt, der bei jedem einzelnen Objekt eigentlich nötig gewesen wäre. Die Lehre daraus ist nicht „keine KI im Immobiliengeschäft", sondern: KI liefert die Vorbereitung und die Geschwindigkeit, die letzte Prüfung und das Urteil bleiben beim Menschen, besonders wenn echtes Kapital auf dem Spiel steht.
Weshalb wir deshalb umso positiver auf ImmoAlpha blicken
Daher machen wir alles menschenorientiert am Prozess, Schritt für Schritt in verschiedenen Phasen, aber so, dass der Fokus nur auf die wirklich wichtigen Dinge gelenkt wird.
Zum Beispiel das Besichtigungsprotokoll: Genau hier schließen wir die Lücke, die Zillow zum Verhängnis wurde, die Lücke zwischen dem, was ein Exposé behauptet, und dem, was vor Ort tatsächlich Bestand hat. Ein Exposé kann über die Statik schweigen oder ein Bad schönfotografieren, das Protokoll verlangt bei ImmoAlpha deshalb, dass jede Kategorie entweder aktiv bewertet oder explizit als „unbewertet, Besichtigung nötig" ausgewiesen wird, nie stillschweigend übersprungen. Wie das wirkt, zeigt ein typischer Verlauf bei einem Einfamilienhaus: Nach der reinen Exposé-Auswertung steht der Score auf „vorläufig", weil zentrale Kategorien wie der bauliche Zustand von Keller und Heizung schlicht noch nicht bewertet sind. Erst wenn der Investor vor Ort das Protokoll durchläuft und den tatsächlichen Zustand dokumentiert, wertet die Analyse diese Befunde aus. In solchen Fällen fällt der validierte Score regelmäßig deutlich unter den vorläufigen, weil jetzt echte Evidenz statt einer Annahme dahintersteht. Genau dieser Abstand zwischen Papier und Realität ist die Zahl, die dich vor einem teuren Fehlkauf bewahrt. Genau da setzt eine Analyse an, die Unterlagen liest und rechnet, statt zu raten. KI beschleunigt und schafft es, mehr Objekte prüfen zu können. Das Urteil wird rein vorbereitet, sodass man sich auf der bestmöglichen Grundlage entscheiden kann. Umso spannender ist es, im Nachhinein durch nachvollziehbare Daten sogar Analysen zu vergleichen, damit man aus den eigenen Entscheidungen lernt beziehungsweise sieht, wie andere Investoren es beim gleichen Objekttyp besser gemacht haben.
Wo KI in einer Objektprüfung überhaupt sinnvoll ansetzt, und wie wir das bei ImmoAlpha konkret umsetzen
Aus der Zillow-Analyse folgt eine klare Regel: KI gehört dorthin, wo sie Geschwindigkeit UND nachvollziehbare Evidenz gleichzeitig liefert, nicht dorthin, wo sie allein und ungeprüft eine finanzielle Entscheidung trifft. Ein Blick in unsere eigene Pipeline zeigt, wie wir das in der Praxis trennen:
Wie KI bei ImmoAlpha filtert, statt zu gießen
Viele Objekte rein, klare Ampel raus. Nicht gleichmäßig „ausgeschüttet", sondern gezielt an drei Engstellen eingesetzt.
Viele Objekte, uneinheitlich (Exposés, Fotos, Angaben)
↓
KI
Extraktion
Kaufpreis, Fläche, Baujahr, Ausstattung strukturiert aus dem Exposé lesen.
↓
KI
Scoring gegen Matrix
Evidenz wird einer fest hinterlegten Bewertungsmatrix zugeordnet, nicht freier KI-Meinung. Ohne Beleg bleibt eine Kategorie „unbewertet", nie geraten.
↓
Mensch
Vor-Ort-Bestätigung
Erst die Besichtigung mit dem eigenen Auge bestätigt oder korrigiert, was Exposé und Fotos zeigten. Genau die Stelle, an der Zillow den Menschen ausgeschaltet hatte.
↓
Grün: bestätigt, hohe Konfidenz
Gelb: vorläufig, Besichtigung nötig
Rot: No-Go, hohes Risiko
Exposé-Extraktion (Scoring-Vorstufe): Ein Sprachmodell liest das PDF und extrahiert strukturierte Objektdaten, Kaufpreis, Fläche, Baujahr, Ausstattung, statt dass ein Mensch das von Hand abtippt.
Substanz-Scoring über eine feste Matrix, nicht über freie KI-Meinung: Die Bewertung läuft nicht „nach Gefühl" eines Sprachmodells, sondern gegen eine fest hinterlegte Bewertungsmatrix mit klar definierten Kategorien und Punktwerten, die KI ordnet die vorgefundene Evidenz nur noch dieser Matrix zu. Eine Kategorie ohne Beleg im Exposé bleibt ausdrücklich „unbewertet" statt geraten, „keine Evidenz" ist im Prompt ein Pflichtergebnis, kein Fehlerfall.
Bild-Klassifizierung und Optik-Bewertung: Raumfotos werden automatisch erkannt und bewertet, das Ergebnis fließt als eigener, transparent ausgewiesener Baustein in den Gesamtscore ein, nie als Blackbox-Einzelentscheidung.
Vorgegebene Pipelines: Die eigentlichen Analysen laufen als feste Abfolge von Schritten (PDF-Parsing, Scoring, Bildanalyse, Standortdaten, Gesamtbewertung, ...). Jeder Schritt wird durch verschiedene Parameter beeinflusst und bei Datenlücken diese hervorgehoben.
Der Mensch bleibt die letzte Instanz: Score und Analyse sind Vorbereitung, keine Kaufentscheidung. Erst die Besichtigung vor Ort mit dem eigenen Auge bestätigt oder korrigiert, was die KI aus Exposé und Fotos herausgelesen hat, genau die Stelle, an der Zillow den Menschen komplett ausgeschaltet hatte. Mehr dazu hier: https://immoalpha.app/ueber-uns
Der Wettbewerbsvorteil entsteht also nicht dadurch, dass man einfach ein Sprachmodell nutzt, sondern durch die Integration in ein funktionierendes Daten- und Prozesssystem mit klaren Leitplanken. Dieses sinnvoll aufzusetzen erfordert viel Arbeit, Iterationen und schnelle Verbesserungen bei technologischem Fortschritt, und genau diese Arbeit haben wir für dich schon gemacht.
Der ideale digitale Ablauf, gezeigt an zwei Investorentypen, kein Neubau-Fall
ImmoAlpha ist bewusst nicht auf Neubauprojekte ausgerichtet, sondern auf den Bestandsmarkt, das ist der Alltag unserer beiden Kern-Zielgruppen.
Wer auf schnellen Wiederverkauf setzt (Fix & Flip), entscheidet in Minuten, nicht in Stunden. Du lädst ein Exposé hoch, die Pipeline extrahiert Kaufpreis, Fläche und Zustand automatisch, die Optik-Analyse liest aus den Fotos das Sanierungspotenzial heraus, und der Fix & Flip Rückrechner zeigt dir sofort die Marge nach Sanierung. Design-Entscheidung dahinter: Optik und Substanz kommen bewusst vor der Kalkulation, weil die erste Frage „Was kann ich renovieren?" lautet, nicht „Was ist mein Ertragswert?".
Wer langfristig vermietet (Buy & Hold), braucht die entgegengesetzte Reihenfolge. Hier zählt zuerst der nüchterne Blick auf die Zahl: Rendite, Kaufpreisfaktor, Cashflow, Standort-Ampel als Schnell-Urteil. Erst danach folgt der Risiko-Radar, der Substanz, Optik und Standort nach Schwere sortiert zeigt, „Energieklasse F, geschätzt 35.000 Euro Sanierungsbedarf" steht oben, „Elektrik nicht bewertet" direkt daneben, ehrlich als offene Frage markiert statt stillschweigend positiv gewertet. Danach das Ertragswertverfahren und die Cashflow-Simulation über 10 bis 30 Jahre, und am Ende ein klares Pro-und-Contra mit einem begründeten Maximal-Kaufpreis. Design-Entscheidung dahinter: Hier steht die Kalkulation vor Optik und Substanz, weil die erste Frage lautet „Bringt mir das Geld?", nicht „Was kann ich renovieren?".
Beide Wege enden dort, wo Zillow versagt hat, nicht bei der Zahl, sondern bei der Vor-Ort-Bestätigung: eine priorisierte Besichtigungs-Checkliste, die genau die Risiken zuerst abfragt, die die Analyse zuvor als kritisch markiert hat.
Mit dem einfachen Selbsttest in fünf Stufen könnt ihr schauen, wo ihr gerade steht
· Papier, E-Mail, Excel
Jedes Objekt startet bei null, Wissen steckt in Kopf und Aktenordner.
· Digitale Ablage, aber keine Schnittstellen
Dateien liegen zentral, aber jede Zahl wird immer noch von Hand aus einem Dokument in ein anderes übertragen.
· Zentrale Objekt- und Finanzierungsdaten
Ein System kennt Kaufpreis, Fläche und Finanzierung, Berechnungen laufen aber noch manuell.
· Automatisierte Prüfungen und Reports
Wiederkehrende Berechnungen wie Cashflow oder Renditekennzahlen laufen automatisch, sobald neue Daten vorliegen.
Zielzustand
· KI-gestützte Analyse mit menschlicher Kontrolle
Muster- und Texterkennung übernehmen die Vorarbeit, Substanz-Scoring, Bildauswertung, Risikoerkennung, die finale Bewertung und Kaufentscheidung bleiben aber beim Menschen, mit Vor-Ort-Bestätigung als letztem Schritt.
Welche Prozesse sind zum Beispiel für einen Fix & Flip Investor heute schon automatisierbar?
Exposé-Daten automatisch extrahieren
Wohnflächen- und Mietangaben auf Widersprüche prüfen
Sanierungsangebote vergleichen
Material- und Kostenpositionen bündeln
Nachunternehmer koordinieren
Projektfortschritt dokumentieren
Verkaufspreise und Margen regelmäßig aktualisieren
All das lenkt nicht vom eigentlichen Ziel ab, sondern dient ihm: finanzielle Unabhängigkeit für sich und seine Kunden zu erreichen, indem man die besten Immobilien-Investments identifiziert und umsetzt.
Fazit
Der Rückstand der deutschen Immobilienbranche bei der Digitalisierung ist real, gut belegt und ärgerlich, aber er ist auch eine Chance für alle, die schon heute strukturiert statt aus dem Papierstapel entscheiden. Und die Zillow-Geschichte zeigt gleichzeitig, wo die Grenze verläuft: Digitalisierung und KI beschleunigen die Vorbereitung, die letzte Entscheidung bleibt beim Menschen. Genau nach diesem Prinzip haben wir ImmoAlpha gebaut.
Wir sehen uns nächsten Sonntag!
Bis dann,
Paul & Julian
P.S. ImmoAlpha ist aktuell kostenlos nutzbar. Lad dein nächstes Exposé hoch und sieh in Sekunden, wo es steht.
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